Das Frauenmuseum Bonn

Das Frauenmuseum Bonn ist eine international anerkannte Institution für zeitgenössische Kunst, Forschung und gesellschaftlichen Dialog. Als erstes Museum seiner Art hat es seit seiner Gründung zahlreiche Impulse gesetzt und sich zu einem lebendigen Ort für Ausstellungen, Projekte und Austausch entwickelt. Träger ist der Verein Frauenmuseum – Kunst, Kultur, Geschichte e. V.

Im Zentrum der Arbeit steht die Förderung von Künstlerinnen sowie die Sichtbarmachung ihrer Positionen im kunsthistorischen und aktuellen Kontext. In wechselnden Ausstellungen werden regionale bis internationale künstlerische Perspektiven präsentiert und mit gesellschaftlichen Fragestellungen unserer Zeit verknüpft.

Ein besonderer Fokus liegt auf thematischen Projekten, die künstlerische, geschichtliche und wissenschaftliche Ansätze zusammenbringen. Dabei entstehen vielschichtige Auseinandersetzungen mit Geschichte und Gegenwart aus feministischer Perspektive.

Die Sammlung umfasst Werke bedeutender Künstlerinnen wie Käthe Kollwitz, Ulrike Rosenbach, Katharina Sieverding, VALIE EXPORT, Maria Lassnig, Ewa Partum und Yoko Ono. Ergänzt wird sie durch Dauerleihgaben sowie eine umfangreiche Bibliothek und ein Archiv zu Frauen in Kunst, Geschichte und Politik.

Das Frauenmuseum Bonn versteht sich heute als offener Ort für Kunst, Wissen und gesellschaftliche Auseinandersetzung, getragen von der Überzeugung, dass kulturelle Vielfalt und unterschiedliche Perspektiven essenziell für eine lebendige Gesellschaft sind.

MUSEUM ALS AKTIVISTISCHER RAUM

Frauen, Trans- und nicht-binäre Menschen sind im Kunstbetrieb nach wie vor unterrepräsentiert. Dies hat einen enormen Einfluss auf die Art und Weise, wie wir die Welt wahrnehmen.

Das Frauenmuseum in Bonn widmet sich feministischen Ansichten zu den Themen unserer Zeit in Kunst im Dialog mit Geschichte und Gesellschaft.

Dies könnte nicht dringender und wichtiger denn je sein.

Ziel ist die Gleichberechtigung aller Geschlechter und Generationen. Um dies zu erreichen, setzen wir uns gemeinsam mit allen Frauenmuseen weltweit für mehr Sichtbarkeit von FLINTA*- Künstlerinnen ein und tragen zu feministischer Geschichtsschreibung bei.

FLINTA*: Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nichtbinäre, trans und agender Personen. Der Sternchen dient dabei als Platzhalter, um alle nichtbinären Geschlechtsidentitäten einzubeziehen.

Warum „FRAUENmuseum“?

Der Name unseres Hauses wirft gelegentlich Fragen auf: Sind hier nur Frauen willkommen?
Die Antwort ist eindeutig: Nein.
Im Frauenmuseum Bonn sind alle Menschen willkommen, die sich für Kunst, Kultur und gesellschaftliche Themen interessieren, entdecken, lernen und sich einbringen möchten.

Gleichzeitig verstehen wir uns als Ort, an dem respektvoller Umgang selbstverständlich ist. Unser Haus soll ein geschützter Raum sein, in dem Diskriminierung keinen Platz hat. Wir treten entschieden gegen Rassismus, Sexismus und jede Form von Ausgrenzung ein und setzen uns für ein respektvolles, wertschätzendes Miteinander ein.

Der Begriff „Frauenmuseum“ ist historisch im Kontext der zweiten Frauenbewegung entstanden. Seit der Gründung im Jahr 1981 waren Fragen von Gleichstellung und weiblicher Sichtbarkeit zentral, während differenzierte Perspektiven auf Geschlecht, wie sie heute diskutiert werden, damals noch weniger im öffentlichen Fokus standen. Als erstes Museum seiner Art hat sich unser Haus unter diesem Namen international etabliert – ein Wiedererkennungswert, den wir bewusst bewahren.

Gleichzeitig entwickeln wir unser Verständnis von Geschlecht und Gesellschaft kontinuierlich weiter. Unser Haus steht ausdrücklich für FLINTA*-Personen (Frauen, Lesben, inter*, nicht-binäre, trans* und agender Personen) und setzt sich dafür ein, vielfältige Perspektiven sichtbar zu machen und zu stärken, auch über binäre Vorstellungen hinaus.

So bleibt das Frauenmuseum Bonn ein Ort, der historisch gewachsen ist und sich zugleich kontinuierlich weiterentwickelt: offen, vielfältig und klar positioniert für Gleichberechtigung und Respekt.

360 ° Rundgang durch die Ausstellungsräume

Hier mit der Ausstellung ELEONORE, EMILIE, ELISE – BEETHOVEN UND DIE FRAGE NACH DEN FRAUEN