Aktuelle Ausstellungen

Auf dieser Seite finden Sie alle Informationen zu unseren aktuell laufenden Ausstellungen. Auf rund 3.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche, verteilt über drei Etagen, präsentieren wir ein vielfältiges Programm mit regelmäßig wechselnden Projekten.

Unsere Ausstellungen greifen unterschiedliche Themen, künstlerische Positionen und Perspektiven auf: von zeitgenössischen Arbeiten bis hin zu thematisch kuratierten Präsentationen. Jede Etage eröffnet dabei eigene Blickwinkel und lädt dazu ein, neue Zusammenhänge zu entdecken.

Hier erhalten Sie einen Überblick über das aktuelle Programm und alles Wissenswerte für Ihren Besuch.

Vernissage: 31. Mai 2026 | 14 Uhr

Begrüßung durch Marianne Pitzen, Gründerin und Direktorin des Frauenmuseum Bonn

Grußworte:
Nicole Unterseh, Bürgermeisterin Stadt Boom 

Elfi Scho-Antwerpes, stellvertretende Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland 

Auftaktrede von Dr. Claudia Emmert, Intendantin des Kunstmuseum Bonn

Kuratorische Einführung durch Julia Heintz, Kuratorin

 

Gefördert von:

Wir bedanken uns bei allen Förder:innen, Unterstützer:innen und beteiligten die diese Ausstellung möflich machen. 

Flyer zur Ausstellung

Pressemitteilung

Kuratorinnen Führungen:

19.07. 15 Uhr | 16.09. 16:30 Uhr | 14.11. 15 Uhr

5 € / 3 € ermäßigt, zzgl. Eintritt. Begrenzte Plätze. Anmeldung über kontakt@frauenmuseum.de.

Kostenlose, offene Führungen: (1. Sonntag im Monat, 15 Uhr)

7.06. | 5.07. | 2.08. | 6.09. | 4.10. | 1.11. | 6.12. 3.01.2027

Gruppenführungen auf Anfrage. Weitere Informationen finden Sie hier.

Damals, Heute, Morgen. 45 Jahre Frauenmuseum Bonn

Museum ist für uns also nichts verstaubtes, sondern eher eine Umkehrung des Begriffes. Es steckt trotzdem so viel patriachalische Weihe noch drin, daß wir uns richtig ermahnen mußten, daß wir schließlich mit dem Hort der Musen machen können, was wir wollen.”
Marianne Pitzen Gründerin, 1981, über das Projekt Frauen Sommer Museum

Das Frauenmuseum Bonn feiert 2026 sein 45-jähriges Jubiläum: 45 Jahre Kunst, Kultur und Geschichte aus weiblicher Perspektive. Dieses Jubiläum ist Anlass, zurückzuschauen, das Heute sichtbar zu machen und gemeinsam nach vorn zu blicken. Das Jahresprojekt 2026 gliedert sich in drei miteinander verbundene Teile: Es erinnert an die Geschichte des Hauses und seine wegweisenden Ausstellungen, es zeigt die Vielfalt und Relevanz der aktuellen Arbeit, und es öffnet einen partizipativen Raum für Visionen einer feministischen Museumspraxis der Zukunft.

DAMALS

Wie wird aus einer Idee ein Ort, der Geschichte schreibt? Die Jubiläums-ausstellung zum 45 jährigen bestehen des weltweit ersten Museums seiner Art, erzählt die eigene Geschichte, läd ein das Haus besser kennenzulernen und öffnet einen Raum zur gemeinsamen Gestaltung der Zukunft des Hauses. Gestartet wird mit einem Blick auf die Gründung des Museums und auf 45 Jahre kontinuierlicher, engagierter Museumsarbeit. Ausgehend von dem ersten Projekt 1981 zeigt sich eine Entwicklung, die von Durchhalte-vermögen, künstlerischer Vision und feministischer Praxis geprägt ist. Werke aus der Sammlung und Leihgaben, Künstlerinnen aus dem Netzwerk sowie Material aus dem eigenen Archiv zeigen auf, womit sich dieses Haus und alle Beteiligten beschäftigt haben.

HEUTE

Nach 45 Jahren hat sich viel getan, einiges ist aber auch geblieben. Was passiert eigentlich heute im Frauenmuseum Bonn? Wir wollen nicht nur unsere Geschichte zeigen sondern Besucherinnen und Besuchern näherbringen was die Arbeit des Frauenmuseums heute ausmacht. Dabei gibt es z.B. Einblicke in aktuelle Netzwerke, Forschung, unser Archiv, die Sammlung sowie die Arbeit des KinderAteliers. Das Museum zeigt auch heute noch eine breite Auswahl an Themen, von Geschichte bis aktuelle politische Debatten, regional und international. Und immer mit dem Blick nach vorne. Daher zeigen wir in der Ausstellung auch ausgewählte Positionen von 15 jungen FLINTA* Künstlerinnen aus NRW, die sich mit Ihren Werken für wichtige Themen stark machen. Sie zeigen als Vertreter:innen einer jungen, wiederständigen Künstler:innen-generation, worauf wir uns auch in Zukunft hoffen können.

ZUKUNFT

Wie sieht das Frauenmuseum in 45 Jahren aus? Was wünschen sich Besucher und Besucherinnen von einem solchen Museum? Wie kann sich feministische Museumsarbeit in den nächsten Jahren entwickeln?

Die Zukunftswerkstatt öffnet einen experimentellen Raum für genau diese Fragen. Hier sind Besucherinnen und Besucher eingeladen, mitzudenken, zu diskutieren und eigene Perspektiven einzubringen. Ausgehend von aktuellen Debatten in den Museums-wissenschaften entstehen Visionen für zukünftige Formen des Ausstellens und Vermittelns. Die Zukunftswerkstatt versteht das Museum als gemeinsamen Ort im Werden, als Raum für Utopien, Kritik und konkrete Ideen. Gemeinsam soll das Verhältnis von Kunst, Publikum und Institution neu hinterfrag werden und Impulse für die strategische Weiterentwicklung des Hauses gesammelt werden.

Junge Kunst Aus NRW

Auriane Bail | Ciara May Börnicke | Farida Finesse | Anna Caroline Haase | Katharina Janz | Joséphine Kowalewsky | Luisa Maria Kraft | Luise Liebe | Emmélie Lempert | Sophia Martus | Anna Nguyen | Jacks Matteo Noel Richtering | Mersedeh Sharifi | Simone Wall | Maira Wissing

Werke aus der Sammlung & Leihgaben

Mary Bauermeister | Renate Bertlmann | Homa Emami | Parastou Forouhar | Natalie LL | Rune Mields | Yoko Ono | Tina Schwichtenberg | Annegret Soltau

Künstler:innen aus dem Netzwerk des FM

Pari Azami | Anne Kieschnick | Silke Dombrowsky & Ellen Junger | Khadijeh | Nasrin Mahmoud | Cheryl McIntosh | Consuelo Mendez | Lucilene Pampolha | Biggi Slongo | Firouzeh Görgen-Ossouli | Rojyar Rayani | Chris Werner | Annelie Runge

Sonntagsspaziergang

Monica Geyr von Schweppenburg

Eröffnung: 30. August um 15:00 Uhr 

Laufzeit: 30. August – 10. Oktober
 
 

Was gehört zu einem Sonntag?

Für manche beginnt er mit dem Kirchgang am Vormittag; andere verbringen den Nachmittag im Kreis der Familie oder mit Freundinnen und Freunden. Man schlendert durch die Stadt, besucht ein Museum oder sucht die Ruhe der Natur, auf Wegen durch Felder, vorbei an Windmühlen oder hinein in den Wald.

Diese Ausstellung lädt dazu ein die Künstlerin auf ihrem Sonntagsspaziergang zu begleiten.

 

Ab dem 31. Mai 2026 wieder zu sehen.

Die Dauerausstellung des Frauenmuseums Bonn erzählt die Geschichte der Frauenbewegung von ihren Anfängen bis in die Gegenwart. Ausgehend von den Kämpfen um Bildung, politische Teilhabe und das Frauenwahlrecht beleuchtet sie die vielfältigen Wege, auf denen Frauen gesellschaftliche Veränderungen angestoßen und erkämpft haben.

Es werden Themen wie Arbeit, Selbstbestimmung, Gleichberechtigung, Gewalt gegen Frauen sowie feministische Protestbewegungen aufgegriffen. Ergänzt wird die Ausstellung durch Positionen zeitgenössischer Kunst.  

Anna Auster | Tremezza von Brentano | Irmtraud Büttner-Hachmeister | Leihgaben von Curt Delander | Herbert Döring-Spengler | MAMU | Lucia Meurer | Maria Pudelko | Eugen Schramm | Antje Siebrecht | Ellen Sinzig | Inge Stahl | Tina Tahir | Thesa Terheyden

Historische Aufarbeitung: Bettina Bab

Die Ausstellung wird aufgrund der hohen Nachfrage in reduziertem Umfang, vorerst bis auf unbestimmte Zeit, im Sonderausstellungsbereich der 1. Etage gezeigt. 

Deutsch-ägyptisches Kunstprojekt 

Kairo am Rhein – Kulturelle Kodierungen

17 Künstlerinnen aus Ägypten und Deutschland treten in einen transkulturellen Dialog

Eröffnung: 19. Juli um 15:00 Uhr 

Laufzeit: 20. Juli – 15. August
Kuratorin: Yasemin Yilmaz
 

In Zeiten sich rasant entwickelnder Technologien, unaufhörlicher Informationsflüsse, wachsender Intoleranzen und Abschottungen ganzer Gesellschaften wird die Sehnsucht nach Begegnung und Verständigung dringlicher denn je. Kommunikation, Transparenz, Toleranz und Liebe sind die Grundlagen, die wir brauchen, um einander als Menschen zu begreifen. Gerade Frauen kommt dabei eine besondere Rolle zu: als scharfsinnige Beobachterinnen, als geduldige Vermittlerinnen und als Brückenbauerinnen zwischen Kulturen.

Aus dieser Haltung heraus entwickelte sich das Projekt „WE – Women in Exchange“.

Zwölf Künstlerinnen werden über ihre Kunst in einen Dialog treten, um Brücken zwischen den Ländern Ägypten und Deutschland zu schlagen. Im Zentrum stehen Neugier und Offenheit: voneinander lernen, Zugänge zu den eigenen Kulturen öffnen, Erfahrungen teilen, Gemeinsamkeiten wie Unterschiede erforschen – und all dies in künstlerischer Form sichtbar machen. Die Themen reichen von Frau-Sein und Mutter-Sein über Herkunft, Muttersprache und Tradition bis hin zu Fragen weiblicher Identität in Gesellschaft und Kultur. Auch regionalgeschichtliche Themen, wie das Tal der Königinnen, in dem die Ehegattinnen der Pharaonen ihre Ruhestätte haben, als auch die Sage um die Rheinkönigin in der Lorelei werden durchleuchtet. Den Künstlerinnen bleibt die Freiheit, diese Inhalte individuell und gemeinschaftlich auszuarbeiten. Entscheidend ist der respektvolle Austausch auf Augenhöhe, die Transformation durch Kunst und die Weitergabe des Erarbeiteten in Workshops, Artists Talks und schließlich einer großen Ausstellung im Frauenmuseum Bonn.

Das Fundament wurde bereits gelegt:

Im Mai 2025 trafen sich die beteiligten Künstlerinnen beim EHAF 3 – Empower HER Art Forum im Grand Egyptian Museum in Kairo, dem größten Event Ägyptens zur Förderung von Künstlerinnen und weiblicher Kunst. Das Frauenmuseum Bonn war mit dessen Direktorin Marianne Pitzen, als Ehrengast vertreten. In diesem Rahmen unterzeichneten beide Partnerinnen bereits eine Absichtserklärung, die die Basis für eine langfristige Zusammenarbeit und nachhaltige Vernetzung schafft – ein zukunftsweisender Beitrag zur Völkerverständigung, der über das Projekt hinausreichen wird. Die künstlerische Auseinandersetzung wird 2026 in Bonn weitergeführt: Ab Juli erarbeiten die Künstlerinnen ihre Werke vor Ort, bevor die gemeinsame Ausstellung am 19. Juli eröffnet wird. Ziel ist ein abgeschlossenes Projekt, das nicht nur künstlerische Antworten auf die Spiegelbilder beider Gesellschaften gibt, sondern diese in einem Katalog dokumentiert und somit dauerhaft sichtbar macht.

Schlusspunkt

Die letzte Ausstellung der Künstlerinnengruppe zart & zackig

9.8. bis 13.9. 2026 im Haus an der Redoute, Bonn – Bad Godesberg

Die drei letzten Aktiven der 1986 gegründeten Gruppe zart & zackig setzen einen klaren Schlussstrich – oder Schlusspunkt – unter ihre langjährige Ausstellungstätigkeit, die auch von Aufsehen erregenden Aktionen geprägt war. Zudem hatten die Künstlerinnen jede Menge Kunstpreise und Stipendien erhalten. Und sie haben mit Kritik untereinander nicht gespart und doch bis zum heutigen Tag zusammengehalten (auch postum). Von einst 8 Künstlerinnen sind 3 verstorben, andere nicht mehr aktiv, und so machen die letzten drei punktgenau Schluss. Noch einmal werden Werke der Kolleginnen versammelt, noch einmal ein Blick zurück getan. Da aber jede der drei Letzten weiterarbeitet, ist eine höchstaktuelle Ausstellung entstanden. 

Martine Metzing-Peyre lässt großzügig schwarze Tusche auf langen Papierbahnen von der Decke herunter laufen, strömen, ihren eigenen Weg suchen. Sie hatte die Eigengesetzlichkeit der fließenden Tusche für sich entdeckt. Die schwarte Materie hat ihre eigenwillige Durchsetzungskraft und Fließgeschwindigkeit, wie schwarze Lava – unaufhaltsam.

Ilse Wegmann lässt etliche Bücherwagen durch den Raum rollen, Bücher, deren Inhalt ein so enormes Gewicht darstellt, dass sie jedes Buch mit Rädern versehen hat. Sie sehen wie in Beton gegossen aus. Man kann sich fragen, wohin fährt da unser geistiges Gut? Ist es auf der Flucht vor so viel Unverstand, den wir derzeit beklagen? Natürlich hat heute fast jede Palliativstation einen Bücherwagen, der die bald Sterbenden erfreut. Und es kann auch sein, das Weisheit und Wissen, das so gut einbetoniert ist, für die Ewigkeit erhalten bleibt. 

Marianne Pitzen kann nur fragen: Wann kommen wir drei wieder zusammen? Der große Theatherdichter Shakespeare lässt die Frage von drei Hexen auf dem schottischen Hochland beantworten, in etwa so: Brave Mädchen kommen in den Himmel, die bösen überall hin…

zart und zackig 

Anna S. von Holleben  | Heide Pawelzig  | Marlen Seubert  | Inge Broska | Marianne Pitzen | Martine Metzig-Peyre | Tina Wedel

Die Ausstellung ist NICHT im Frauenmuseum Bonn zu sehen, sondern im Haus an der Redoute. 

Haus der Redoute
Kurfürstenallee 2a
53117 Bonn Bad Godesberg

Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 10 bis 17 Uhr