Open Call zur Jubiläumsausstellung 45 Jahre FM

06.03.2026 – FRAUENMUSEUM BONN

Jubiläumsausstellung: Damals, Heute, Morgen. – 45 Jahre Frauenmuseum Bonn

Das Frauenmuseum Bonn feiert 2026 sein 45-jähriges Bestehen. Unter dem Titel „Damals, Heute, Morgen.“ widmet sich die Jubiläumsausstellung der Geschichte des weltweit ersten Frauenmuseums, seiner gegenwärtigen Arbeit und zukünftigen Perspektiven feministischer Ausstellungspraxis. Ziel des Projekts ist es, die Vielschichtigkeit des Hauses sichtbar zu machen und gemeinsam mit Künstler:innen, Partner:innen und Besucher:innen zu reflektieren, welche Rolle das Frauenmuseum in Zukunft spielen kann.

Im Rahmen dieser Ausstellung wird ein Open Call ausgeschrieben, der sich an junge FLINTA* Künstler:innen aus Nordrhein Westfalen richtet. Eingeladen sind künstlerische Positionen, die gesellschaftliche, politische oder kulturelle Fragestellungen aufgreifen, kritisch reflektieren oder Impulse für Veränderung setzen. Die Ausstellung möchte ein möglichst breites Spektrum dessen zeigen, was die neue Generation aktivistischer Kunst ausmacht.

Die inhaltliche Ausrichtung der Arbeiten ist offen. Wie gesellschaftliche oder aktivistische Themen künstlerisch umgesetzt werden, bleibt der Interpretation der Künstler:innen überlassen. Gleichzeitig sollen die eingereichten Arbeiten in einen inhaltlichen Dialog mit dem Ausstellungskonzept treten und Bezüge zur Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft feministischer oder gesellschaftlich relevanter Kunst herstellen.

 

Wer kann sich bewerben?

Zur Bewerbung eingeladen sind FLINTA* Künstler:innen aus Nordrhein Westfalen, die bei Ausstellungsbeginn am 31. Mai 2026 höchstens 30 Jahre alt sind.

Gesuchte Arbeiten

Alle künstlerischen Medien und Formate sind willkommen. Besonders gesucht werden Arbeiten jenseits klassischer Leinwandformate, etwa Installationen, Medienkunst, partizipative oder performative Arbeiten sowie Projekte mit unkonventionellen Materialien oder Präsentationsformen.

Gesucht werden eigenständige künstlerische Positionen, die sich durch eine klare inhaltliche Setzung und eine überzeugende formale Umsetzung auszeichnen. Neben der thematischen Relevanz für das Ausstellungskonzept wird die Qualität der künstlerischen Ausarbeitung in die Auswahl einbezogen. Die Arbeiten sollen gesellschaftliche Fragestellungen sichtbar machen, zur Diskussion anregen oder Perspektiven auf mögliche Zukünfte eröffnen. Es können auch Werke eingereicht werden, die bereits in anderen Ausstellungen gezeigt wurden.

Einzureichende Unterlagen

Für die Bewerbung sind folgende Unterlagen einzureichen:

kurzer Steckbrief mit folgenden Informationen: Name, Pronomen, Geburtsdatum, Wohnort, EMail Adresse, Telefonnummer, kurzer CV. Optional: Website oder Portfolio Link, Instagram oder andere relevante Kanäle

Beschreibung des Werkes mit Skizze, Stills oder Fotos

Kurzes Statement (max. 1 A4 Seite) die erläutert, warum das Werk passend für die Ausstellung ist

In der Werkbeschreibung sollen auch Angaben zu Maßen, Materialien und gegebenenfalls technischen Anforderungen gemacht werden, damit die Umsetzbarkeit im Ausstellungsraum eingeschätzt werden kann. Präferiert werden alle Dokumente zusammengeführt als eine PDF-Datei eingereicht.

Auswahl

Die Auswahl der Beiträge erfolgt kuratorisch. Berücksichtigt werden insbesondere:

– die inhaltliche Relevanz im Hinblick auf das Ausstellungsthema

– die künstlerische Qualität und Eigenständigkeit der Position

– die Möglichkeit, die Arbeit sinnvoll in den Ausstellungsraum zu integrieren

Termine

Bewerbungsschluss ist der 12. April 2026.

Die Benachrichtigung der ausgewählten Künstler:innen erfolgt in der Woche darauf.

Der Ausstellungsbeginn ist der 31. Mai 2026.

Die Ausstellung läuft über einen Zeitraum von acht Monaten.

Alle weiteren relevanten Informationen für die ausgewählten Künstlerinnen werden in dem Angebot an der Ausstellung teilzunehmen, kommuniziert.

Einreichung

Die Bewerbungsunterlagen sind per E-Mail einzureichen an julia.heintz@frauenmuseum.de

Unvollständige Bewerbungen sowie Bewerber:innen, die die genannten Voraussetzungen nicht erfüllen, können leider nicht berücksichtigt werden.

Zum Projekt

Die Jubiläumsausstellung Damals, Heute, Morgen. ist in drei Teile gegliedert.

Der erste Teil widmet sich der Geschichte des Frauenmuseums und zeigt zentrale Projekte und Themenfelder der vergangenen 45 Jahre anhand von Archivmaterialien wie Plakaten, Fotografien, Zeitungsartikeln sowie Film und Tonaufnahmen.

Der zweite Teil richtet den Blick auf die Gegenwart und macht sichtbar, wie das Frauenmuseum heute als Ausstellungsort, Archiv, Bildungsraum und Akteur gesellschaftspolitischer Debatten wirkt. Hier werden ergänzend aktuelle künstlerische Positionen junger FLINTA* Künstler:innen präsentiert.

Der dritte Teil öffnet den Blick in die Zukunft. Eine partizipative Zukunftswerkstatt lädt Besucher:innen, Community, Kooperationspartner:innen und Künstler:innen dazu ein, ihre Perspektiven, Wünsche und Visionen für ein feministisches Museum einzubringen. Über interaktive Formate entsteht so ein gemeinsamer Raum der Reflexion und Mitgestaltung.

Begleitet wird die Ausstellung durch ein Rahmenprogramm mit Workshops, Gesprächen, Screenings und partizipativen Angeboten. Als nachhaltiges Ergebnis erscheint ein umfangreicher Katalog, der die Ausstellung dokumentiert und die Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Frauenmuseums zusammenführt.

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