IAWM - International Association of Womens' and Gender Museums

Das Frauenmuseum Bonn war das erste seines Namens und mit einer solch umfassenden Mission Frauen in Kunst Kultur und Geschichte sichtbar zu machen. Diese Art von Museen gibt es mittlerweile auf der ganzen Welt verteilt. Ein Teil dieser Museen ist durch das internationale Netzwerk der Frauen- und Gendermuseen (IAWM) verbunden. Dieses Netzwerk wurde 2008 (damals noch Netzwerk der Frauenmuseen) in Meran gegründet, bei einer Konferenz, zu der das Frauenmuseum Meran und das Frauenmuseum Senegal einluden und zu der auf Anhieb 25 weltweit verteilte Museen teilnahmen. Auch wir als Frauenmuseum Bonn waren damals mit dabei und sind Gründungsmitglied des heutigen IAWM. Die iranische Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi war als Patin beim Kongress eingeladen und wurde daraufhin zur dauerhaften Patin des Netzwerkes.

Heute sind über 70 Museen, virtuelle Museen und Initiativen aus der ganzen Welt Mitglied des IAWM.

Das IAWM fungiert als Vernetzungsplattform und zentrale Anlaufstelle für die Vermittlung von Frauenmuseen und -initiativen. Es fördert Kultur, Kunst, Bildung und Weiterbildung aus einer Gender-Perspektive. Darüber hinaus fördert das IAWM den Austausch, die Vernetzung, die gegenseitige Unterstützung und die weltweite Zusammenarbeit zwischen Frauenmuseen. Zu den weiteren Aktivitäten zählen die Durchführung von Forschungsarbeiten sowie die Entwicklung von Projekten, Ausstellungen, neuen Initiativen, Gemeinschaftsaktivitäten, Seminaren und Konferenzen.

Weitere Informationen zu dem Netzwerk finden sich auf der offiziellen IAWM-Webseite

"Wir verstehen den Begriff „Frau“ sowohl als biologische als auch als sozial konstruierte Kategorie, die durch den fortwährenden Diskurs geprägt wird. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, Geschlechtsidentitäten zu erforschen, starre Normen in Frage zu stellen, Inklusion zu fördern und sich gegen geschlechtsspezifische Gewalt sowie strukturelle Diskriminierung einzusetzen."