Vorschau: Unsere kommenden Projekte

Diese Seite bietet erste Einblicke in unsere kommenden Projekte, Ausstellungen und künstlerischen Entwicklungen. 

Die hier veröffentlichten Inhalte sind Momentaufnahmen eines fortlaufenden Prozesses, Informationen werden daher kontinuierlich ergänzt und aktualisiert.

7. Mai – 21. Juni 2026: SOLWODI | Solidarität und Stärke: Im Kampf gegen Gewalt und für die Rechte von Frauen und Mädchen
2. OG

Solidarität und Stärke: Im Kampf gegen Gewalt und für die Rechte von Frauen und Mädchen

Eröffnung: 7. Mai um 17:30 Uhr 
Laufzeit: 8. Mai – 21. Juni
 
Die Ausstellung widmet sich den drängenden Themen Gewalt gegen Frauen und Mädchen mit Flucht- und Migrationshintergrund und beleuchtet die Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert sind. Wir führen die Ausstellung zu Ehren von Sr. Dr. Lea Ackermann durch, die im Jahr 2023 verstorben ist und als Gründerin von SOLWODI unermüdlich für die Rechte und den Schutz dieser Frauen gekämpft hat.
 
Beiträge von 32 bildenden Künstlerinnen veranschaulichen in ihren Werken, darunter Gemälde, Skulpturen, Installationen und multimediale Arbeiten, das Bewusstsein für diese Themen. Darüber hinaus werden persönliche Erfahrungsberichte von Zeitzeug*innen präsentiert, die Einblicke in die gesellschaftlichen und politischen Veränderungen geben, die diese Frauen erlebt haben.
Ziel der Ausstellung ist es, Solidarität, Respekt und Gleichheit zu fördern – Werte, die in der heutigen Zeit von entscheidender Bedeutung sind.
 
Die Ausstellung wird begleitet von einem vielfältigen Rahmenprogramm. 
 
1. OG

Damals, Heute, Morgen. 45 Jahre Frauenmuseum Bonn

Eröffnung: 31. Mai 2026

Das Frauenmuseum Bonn feiert 2026 sein 45-jähriges Jubiläum: 45 Jahre Kunst, Kultur und Geschichte aus weiblicher Perspektive. Dieses Jubiläum ist Anlass, zurückzuschauen, das Heute sichtbar zu machen und gemeinsam nach vorn zu blicken.

Das Jahresprojekt 2026 gliedert sich in drei miteinander verbundene Teile: Es erinnert an die Geschichte des Hauses und seine wegweisenden Ausstellungen, es zeigt die Vielfalt und Relevanz der aktuellen Arbeit, und es öffnet einen partizipativen Raum für Visionen einer feministischen Museumspraxis der Zukunft.

EG

Frauenbewegungen 1865 _ 1971 _ 2006

Als Startschuss der ersten Frauenbewegung gilt die Gründung des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins 1865, der sich das Recht auf Bildung und Erwerbsarbeit auf die Fahnen schrieb. Um 1900 nahmen fortschrittliche Frauenrechtlerinnen einen weiteren Schwerpunkt in den Katalog ihrer Forderungen: das aktive und passive Wahlrecht.

Die „Neue“ Frauenbewegung entstand im Kontext breiter Proteste gegen den §218. Junge Frauen aus der ganzen BRD schlossen sich zusammen, um für Selbstbestimmung, das Recht auf ihren Körper, eine Frauenöffentlichkeit und gegen Gewalt von Männern zu kämpfen.

Seit der Jahrtausendwende entwickelte sich eine dritte feministische Welle. Ausgehend von der Dekonstruktion der biologischen Geschlechter plädiert sie für plurale Genderkonzepte und selbstbestimmte geschlechtliche Identitäten.

Kuratiert von Bettina Bab.

2. OG

WE – Women in Exchange „Kairo am Rhein“

In Zeiten sich rasant entwickelnder Technologien, unaufhörlicher Informationsflüsse, wachsender Intoleranzen und Abschottungen ganzer Gesellschaften wird die Sehnsucht nach Begegnung und Verständigung dringlicher denn je. Kommunikation, Transparenz, Toleranz und Liebe sind die Grundlagen, die wir brauchen, um einander als Menschen zu begreifen. Gerade Frauen kommt dabei eine besondere Rolle zu: als scharfsinnige Beobachterinnen, als geduldige Vermittlerinnen und als Brückenbauerinnen zwischen Kulturen.

Aus dieser Haltung heraus entwickelte sich das Projekt „WE – Women in Exchange“.

Zwölf Künstlerinnen werden über ihre Kunst in einen Dialog treten, um Brücken zwischen den Ländern Ägypten und Deutschland zu schlagen. Im Zentrum stehen Neugier und Offenheit: voneinander lernen, Zugänge zu den eigenen Kulturen öffnen, Erfahrungen teilen, Gemeinsamkeiten wie Unterschiede erforschen – und all dies in künstlerischer Form sichtbar machen. Die Themen reichen von Frau-Sein und Mutter-Sein über Herkunft, Muttersprache und Tradition bis hin zu Fragen weiblicher Identität in Gesellschaft und Kultur. Auch regionalgeschichtliche Themen, wie das Tal der Königinnen, in dem die Ehegattinnen der Pharaonen ihre Ruhestätte haben, als auch die Sage um die Rheinkönigin in der Lorelei werden durchleuchtet. Den Künstlerinnen bleibt die Freiheit, diese Inhalte individuell und gemeinschaftlich auszuarbeiten. Entscheidend ist der respektvolle Austausch auf Augenhöhe, die Transformation durch Kunst und die Weitergabe des Erarbeiteten in Workshops, Artists Talks und schließlich einer großen Ausstellung im Frauenmuseum Bonn.

Das Fundament wurde bereits gelegt:

Im Mai 2025 trafen sich die beteiligten Künstlerinnen beim EHAF 3 – Empower HER Art Forum im Grand Egyptian Museum in Kairo, dem größten Event Ägyptens zur Förderung von Künstlerinnen und weiblicher Kunst. Das Frauenmuseum Bonn war mit dessen Direktorin Marianne Pitzen, als Ehrengast vertreten. In diesem Rahmen unterzeichneten beide Partnerinnen bereits eine Absichtserklärung, die die Basis für eine langfristige Zusammenarbeit und nachhaltige Vernetzung schafft – ein zukunftsweisender Beitrag zur Völkerverständigung, der über das Projekt hinausreichen wird. Die künstlerische Auseinandersetzung wird 2026 in Bonn weitergeführt: Ab Juli erarbeiten die Künstlerinnen ihre Werke vor Ort, bevor die gemeinsame Ausstellung im August eröffnet wird. Ziel ist ein abgeschlossenes Projekt, das nicht nur künstlerische Antworten auf die Spiegelbilder beider Gesellschaften gibt, sondern diese in einem Katalog dokumentiert und somit dauerhaft sichtbar macht.