FLINTA*_Best Age

2. April – 05. November 2023

Wir feiern die Vielfalt des zeitgenössischen und generationenübergreifenden Feminismus. Das Kürzel FLINTA* steht für Frauen, Lesben, Intersexuelle, Nicht-binäre, Trans und Agender Personen – also für all jene, die aufgrund ihrer Geschlechtsidentität diskriminiert werden.

Künstlerinnen* aus den Bereichen Fotografie, Malerei, Skulptur, Installation, Druck-Grafik und Video zeigen ihre Sichtweisen auf ihr Alter und Altern: Höhenflug & Schwächeanfall, Suchen & Ankommen, Körper & Sexualität, Zukunftspläne & Rückschau. Manchmal nur mit etwas Ironie zu ertragen und ins Bild gesetzt, häufig hoffnungsvoll, dann wieder aktivistisch.

Jedes Alter ist das Beste. Oder?

Tremezza von Brentano · Judith Breuer · Irmtraud Büttner-Hachmeister · catcallsof.bonn · Margit Eisenschmid · Ulrike Filgers · Katja Gehrung · Firouzeh Görgen-Ossouli · Cornelia Harss · Regina Hellwig-Schmid · Alina Hubarenko · Sabine Huth · Maresa Jung · Susa Jung-Neuser · Sonja Keppler · Alica Khaet · Mo Kleinen · Annette Kögel · Annika Eliane Krause · Marlene Leal Da Silva · Jiayi Li · MAMU Anne Jeurink · Consuelo Méndez Burneo · Martine Metzing-Peyre · Lucia Meurer · Eveline Mürlebach · Simone Neumann-Salva · Brunhilde Odenkirchen · Kiki Peters · Silvia Philipp · Nika Rossmöller · Ulla Schenkel · Johanna Sarah Schlenk · Anna E. Stärk · Valérie Stohrer · Martina Tenhagen · Gamma Thesa Terheyden · Rebecca Thomas · Ysop · Annette Wirtz · Sonia Wohlfarth Steinert · Ayla Yildiz

kuratiert von Silke Dombrowsky + Ellen Junger

Im Rahmen der Ausstellung findet ein monatliches art+apéro statt. Die Termine finden Sie hier in unserem Veranstaltungskalender.

Hildegard von Bingen zum 925. Geburtstag

Die Naturforscherin, Briefschreiberin, Kirchenlehrerin und Visionärin

10. Juni – 1. November 2023

Um der komplexen Persönlichkeit der Hildegard von Bingen in etwa gerecht zu werden, ist das Projekt zu ihrem 925. Geburtstag so vielfältig geworden, findet in mehreren Ausstellungen auf zwei Etagen statt und bezieht die Gärten am Haus und auf dem Dach mit ein. 

Hildegard von Bingen war nie vergessen, wurde allerdings etwas einseitig auf die Heilkräuter reduziert. Immer bedeutender wird ihre Stimme in unserer Zeit: Sie schrieb höchst kritische Briefe an Klerus und den Kaiser. Sie hätte Päpste, Erzbischöfe und Kardinäle von heute nicht geschont und wäre noch deutlicher geworden. Hinter manchen ihrer damals zeitgemäßen Demutsfloskeln wird bei genauem Lesen eine andere Weltordnung lanciert, in der schon die Schöpfungsgeschichte anders dargestellt wird: Die Gleichrangigkeit von Mann und Frau, der Zusammenhang aller Lebewesen. Vor allem aber wird Eva nicht verdammt, Neugier ist keine Sünde. 

Kuratorinnen: Dr. Marlies Obier, Marianne Pitzen

Begleitausstellungen: Bertamaria Reetz HEILIG & FINSTER; Von weisen und törichten Frauen; Buchobjekte von Ellen Sinzig; ENGEL von Mary Bauermeister und Lucia Meurer; Hildegard in den Gärten.